PFAS und TFA im Trinkwasser: Unterschiede, Grenzwerte und Filterleistung
PFAS und TFA lassen sich im Trinkwasser nicht am Aussehen, Geruch oder Geschmack erkennen. Ob sie vorkommen, zeigt nur eine gezielte Wasseranalyse.
PFAS ist der Sammelbegriff für eine große Stoffgruppe. TFA ist eine einzelne, besonders kleine und stark wasserlösliche Verbindung. Diese Unterscheidung ist wichtig, wenn Sie Analysewerte oder Angaben zu einem Wasserfilter beurteilen.
Klares Wasser kann PFAS oder TFA enthalten
Sand, Rost und Schwebstoffe können Wasser sichtbar verändern. PFAS und TFA kommen dagegen in sehr kleinen Mengen vor und können im Wasser gelöst sein. Das Glas bleibt klar.
Auch Abkochen ist keine geeignete Methode, um PFAS aus Trinkwasser zu entfernen. Wer Klarheit über das eigene Wasser möchte, braucht eine Analyse, in der die gesuchten Stoffe ausdrücklich genannt sind.
PFAS bezeichnet viele Stoffe, TFA genau eine Verbindung
PFAS
PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Dazu gehören viele künstlich hergestellte Verbindungen. Sie unterscheiden sich unter anderem bei Molekülgröße, Löslichkeit und Bindungsverhalten.
TFA
TFA steht für Trifluoressigsäure. Die Verbindung besitzt eine sehr kurze Kohlenstoffkette, löst sich stark in Wasser und wird in der Umwelt nur schwer abgebaut.
Warum die Trennung wichtig ist
Ein Ergebnis für TFA ist eine Aussage zu TFA. Es lässt sich nicht automatisch auf PFOA, PFOS oder alle anderen PFAS übertragen. Umgekehrt belegt eine allgemeine PFAS-Aussage keine TFA-Leistung.
Warum PFAS verwendet wurden und lange in der Umwelt bleiben
PFAS wurden eingesetzt, weil sie Wasser, Fett, Schmutz oder Hitze widerstehen. Solche Eigenschaften waren zum Beispiel bei beschichteten Textilien, Verpackungen, Feuerlöschschäumen und industriellen Anwendungen erwünscht.
Viele PFAS enthalten besonders stabile Bindungen zwischen Kohlenstoff und Fluor. Diese Stabilität erschwert den natürlichen Abbau. Stoffe können deshalb lange in Böden und Gewässern verbleiben oder zu anderen beständigen fluorierten Verbindungen abgebaut werden.
Warum TFA leicht mit Wasser weitergetragen wird
TFA ist klein und stark wasserlöslich. Es bewegt sich deshalb leicht mit Regen, Grundwasser, Flüssen und anderen Wasserströmen.
Das lässt sich mit Zucker in Wasser vergleichen. Ein Sandkorn bleibt in einem feinen Sieb hängen. Gelöster Zucker fließt mit dem Wasser hindurch. TFA liegt ebenfalls gelöst vor. Eine kleine Filterpore allein erklärt deshalb noch keine TFA-Reduktion.
TFA kann als Endprodukt beim Abbau verschiedener fluorierter Stoffe entstehen. Dazu zählen unter anderem bestimmte Pflanzenschutzmittel, Kältemittel, Medikamente und industrielle Chemikalien.
Was die Trinkwasserüberwachung für Ihren Haushalt bedeutet
Trinkwasser wird in Deutschland regelmäßig überwacht. Die Ergebnisse gelten für das jeweilige Versorgungsgebiet. Belastungen können regional unterschiedlich ausfallen.
Die veröffentlichte Analyse Ihres Wasserversorgers zeigt, welche Stoffe untersucht wurden. Sie beschreibt jedoch nicht automatisch einen privaten Brunnen oder Veränderungen innerhalb der Hausinstallation.
Fehlt TFA oder ein bestimmtes PFAS in der Analyse, kann ein geeignetes Labor genau diesen Stoff untersuchen.
PFAS-20, PFAS-4 und TFA meinen nicht dasselbe
PFAS-20 und PFAS-4 fassen jeweils mehrere festgelegte PFAS zu einem gemeinsamen Wert zusammen. Für TFA gilt ein eigener gesundheitlicher Leitwert.
PFAS-20: 0,1 µg/L
Seit dem 12. Januar 2026 werden 20 festgelegte PFAS gemeinsam betrachtet. Zusammen dürfen sie höchstens 0,1 Mikrogramm pro Liter erreichen. Das entspricht 100 Nanogramm pro Liter.
PFAS-4: 0,02 µg/L ab 2028
Ab dem 12. Januar 2028 werden zusätzlich vier besonders wichtige PFAS gemeinsam bewertet: PFOA, PFNA, PFHxS und PFOS. Zusammen dürfen sie höchstens 0,02 Mikrogramm pro Liter erreichen. Das entspricht 20 Nanogramm pro Liter.
TFA: Leitwert 60 µg/L
Für TFA nennt das Umweltbundesamt einen eigenen gesundheitlichen Leitwert von 60 Mikrogramm pro Liter. Dieser Wert wird getrennt von PFAS-20 und PFAS-4 betrachtet.
Achten Sie zuerst darauf, welcher Stoff oder welche Stoffgruppe in der Analyse genannt wird. Vergleichen Sie danach nur Werte mit derselben Einheit. PFAS-20, PFAS-4 und TFA dürfen nicht direkt miteinander gleichgesetzt werden.
So finden Sie die richtigen Angaben in einer Trinkwasseranalyse
1. Nach dem genauen Namen suchen
Suchen Sie nach PFAS-20, PFAS-4, PFOA, PFOS, PFNA, PFHxS oder TFA. Fehlt der Name, wurde dieser Stoff wahrscheinlich nicht gesondert aufgeführt.
2. Auf die Einheit achten
PFAS stehen häufig in Nanogramm pro Liter, abgekürzt ng/L. TFA steht oft in Mikrogramm pro Liter, abgekürzt µg/L. Ein Mikrogramm entspricht 1.000 Nanogramm.
3. Prüfen, für welches Gebiet der Wert gilt
Der Wert gilt für das genannte Versorgungsgebiet und die dort entnommene Probe. Er beschreibt nicht automatisch einen anderen Ort, einen privaten Brunnen oder das Wasser nach langen Hausleitungen.
4. Fehlende Werte gezielt anfragen
Bitten Sie den Wasserversorger oder ein geeignetes Labor ausdrücklich um den gesuchten Stoff. Die allgemeine Frage nach einer Wasseranalyse ist dafür zu ungenau.
Woran Sie eine verständliche und aussagekräftige Filterangabe erkennen
Eine Aussage wie „reduziert PFAS“ ist zu allgemein. Wichtig ist, welcher einzelne Stoff tatsächlich geprüft wurde.
Bei TFA sollte die vollständige Filteranlage geprüft worden sein. Nur dann zeigt das Ergebnis, wie alle Filterstufen zusammenarbeiten.
Für die Nutzung zuhause zählen außerdem Durchfluss, verarbeitete Wassermenge und der vorgesehene Zeitpunkt für den Kartuschenwechsel.
Diese Angaben sollten klar genannt sein
- welcher Stoff geprüft wurde
- welche Filteranlage geprüft wurde
- wie stark der Stoff reduziert wurde
- wie viel Wasser durch die Anlage floss
- wann die Kartuschen gewechselt werden
Cajosol® 203: drei Kartuschen mit mehreren Filterbereichen
Die Cajosol® 203 filtert das Leitungswasser, bevor es in den Cajosol® 206 gelangt. Drei Kartuschen verbinden mehrere Filterbereiche in einer festen Reihenfolge.
Silberionenbeladene Aktivkohle reduziert unter anderem Restchlor und Stoffe, die Geschmack oder Geruch beeinflussen. Eine lebensmittelechte Ultrafiltrationsmembran hält feine Partikel und bestimmte Mikroorganismen zurück.
Kokosnussschalen-Aktivkohle aus Sri Lanka bietet eine große innere Oberfläche für die Bindung ausgewählter organischer Stoffe. KDF-Material auf Kupfer-Zink-Basis unterstützt die Reduktion ausgewählter Schwermetalle.
Die vollständige Cajosol® 203 wurde gezielt auf TFA geprüft. Nach der Filtration lag der gemessene TFA-Gehalt um 98,2 % niedriger.
Danach übernimmt der Cajosol® 206 die pH-Auswahl, Ionisierung und Wasserstoffanreicherung. Filtration und weitere Wasseraufbereitung bleiben damit zwei klar getrennte Schritte.
Der Weg des Wassers
- Leitungswasser fließt in die Cajosol® 203.
- Die Filterbereiche übernehmen nacheinander ihre Aufgaben.
- Das gefilterte Wasser gelangt in den Cajosol® 206.
- Am Edelstahlhahn wählen Sie die gewünschte Wasserart.
Vier Fragen vor der Auswahl eines Wasserfilters
Welcher Stoff wurde geprüft?
Suchen Sie nach dem genauen Namen. Eine allgemeine PFAS-Aussage ersetzt keine Prüfung auf TFA.
Wurde das vollständige System geprüft?
Das Ergebnis sollte sich auf die gesamte Filteranlage beziehen und nicht nur auf ein einzelnes Material.
Wie wird der Filter genutzt?
Durchfluss und verarbeitete Wassermenge beeinflussen, wie lange Wasser mit den Filtermedien in Kontakt bleibt.
Wann werden die Kartuschen gewechselt?
Ein klarer Wechselrhythmus gehört zur regulären Nutzung und erhält die vorgesehene Filterleistung.
Häufige Fragen zu PFAS, TFA und Wasserfiltern
Was sind PFAS?
PFAS sind per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Der Begriff umfasst viele künstlich hergestellte Verbindungen mit unterschiedlichen Eigenschaften.
Was ist TFA?
TFA steht für Trifluoressigsäure. Die Verbindung ist sehr klein, stark wasserlöslich und in der Umwelt nur schwer abbaubar.
Sind PFAS und TFA dasselbe?
Nein. PFAS ist der Sammelbegriff für eine große Stoffgruppe. TFA ist eine einzelne Verbindung innerhalb dieses Themenfelds.
Welche PFAS-Grenzwerte gelten im Trinkwasser?
Für PFAS-20 gilt seit dem 12. Januar 2026 ein Grenzwert von 0,1 µg/L. Dabei werden 20 festgelegte PFAS zusammengezählt. Für PFAS-4 gilt ab dem 12. Januar 2028 ein Grenzwert von 0,02 µg/L. Hier werden PFOA, PFNA, PFHxS und PFOS gemeinsam betrachtet.
Welcher Wert gilt für TFA?
Das Umweltbundesamt nennt für TFA einen eigenen gesundheitlichen Leitwert von 60 µg/L. Dieser Wert wird getrennt von PFAS-20 und PFAS-4 betrachtet.
Kann man PFAS oder TFA im Wasser sehen oder schmecken?
Nein. Eine zuverlässige Aussage ist nur über eine gezielte Wasseranalyse möglich.
Warum reicht die Porengröße eines Filters bei TFA nicht aus?
TFA liegt gelöst im Wasser vor. Deshalb muss die Leistung des vollständigen Filtersystems gezielt auf TFA geprüft werden.
Wie erfahre ich, ob mein Trinkwasser PFAS oder TFA enthält?
Prüfen Sie die Analyse Ihres Wasserversorgers. Fehlt der gesuchte Stoff, kann ein geeignetes Labor genau diesen Stoff untersuchen.
Filtration und weitere Wasseraufbereitung direkt in der Küche
Die Cajosol® 203 filtert das Leitungswasser in mehreren Stufen. Der Cajosol® 206 übernimmt danach pH-Auswahl, Ionisierung und Wasserstoffanreicherung.
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